Lässt man Tryout-Spieler außen vor, gingen 2019/20 in der Oberliga Nord lediglich zwei finnische Spieler aufs Eis. In Leipzig absolvierte Antti Paavilainen seine dritte Spielzeit für die EXA IceFighters und die TecArt Black Dragons Erfurt lotsten Joonas Toivanen nach Thüringen. Beide kamen aus der Mestis – der zweithöchsten finnischen Eishockeyliga – nach Deutschland. Nur Erfurts Toivanen absolvierte zwei Partien in der Liiga, der höchsten Spielklasse im Land des amtierenden Weltmeisters und einer der stärksten Ligen weltweit.

Und direkt aus jener ersten Liga, in der er 256 Einsätze mit 50 Punkten (20 Tore) absolvierte, wechselt Valtteri Hotakainen zur neuen Saison zu den Saale Bulls. Der 30-jährige Angreifer, geboren im finnischen Kokkola, stand bislang ausschließlich in seinem Heimatland auf dem Eis und wagt nun erstmals den Schritt ins Ausland.

Nachdem sich Hotakainen in der Saison 2014/15 bis in den Kader von JYP Jyväskylä spielte, lief der Linksschütze neben dem regulären Punktspielbetrieb in den folgenden Jahren auch 16 Mal in der Champions Hockey League auf, konnte bei einer Plus-Minus-Bilanz von +7 drei Tore (eines zum Sieg) und eine Vorlage beisteuern und trug in der Vorrunde 2017/18 seinen Teil dazu bei, dass am Ende mit Jyväskylä zum ersten und bislang letzten Mal eine „nicht-schwedische“ Mannschaft den CHL-Pokal in die Höhe strecken konnte.

Die Saale Bulls freuen sich, Valtteri Hotakainen, der die letzten zweieinhalb Spielzeiten im Kader von Mikkelin Jukurit auf Tore- und Punktejagd in der Liiga ging, für ein Engagement in Halle überzeugt haben zu können und heißen ihre finnischen Neuzugang recht herzlich Willkommen.  (Jy)


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