Die Fischfauna rund um Halle ist vielfältig, von A(al) bis Z(ander) besiedeln eine Vielzahl unterschiedlichster Arten die Saale. Auch Raubfische in Form von Hechten lassen sich finden, Piranhas bislang noch nicht. Bis jetzt. Denn ein eben solcher ist den Verantwortlichen nun ins Netz gegangen, um ihn direkt ins eigene Netz zu stellen. Die Rede ist von Jakub Urbisch, der von den Rostocker Piranhas kommend zu den Saale Bulls wechselt und dort die zweite Torhüterposition einnimmt.

Der 24-jährige Urbisch, geboren im tschechischen Opava und mit einem deutschen Pass ausgestattet, erlernte das Puck Fangen in seiner Heimat und spielte bereits mit 15 Jahren erstmals in Deutschland. Für das U18-Team der Roten Teufel aus Bad Nauheim hütete er 2011/12 in der Jugendbundesliga das Gehäuse, ehe er zurück nach Tschechien ging und bis 2017 den größten Teil in Olomouc (Olmütz) verbrachte.

Zur Saison 2017/18 wechselte der ehemalige U19-Nationaltorhüter zu den Eisbären Regensburg in der Oberliga Süd, wo er seine ersten Drittliga-Einsätze absolvierte. Die letzten beiden Spielzeiten stand der Linksfänger dann im Tor von Liga-Konkurrent Rostock, wo er sich im ersten Jahr einen leistungsfördernden Zweikampf mit Jan Dalgic (aktuell ESV Kaufbeuren/DEL2) lieferte und mit einem Gegentorschnitt von 3,58 einen nahezu identischen Wert wie der jetzige Zweitliga-Torhüter (3,22) aufwies. In der letzten Saison war Urbisch dann die klare Nummer Eins an der Küste (GTS 3,26) und wird sich nun auch in Halle mit Sebastian Albrecht ein Duell um den Platz zwischen den Pfosten liefern.

Der MEC Halle 04 heißt Jakub Urbisch recht herzlich an der Saale willkommen und wünscht dem Torhüter eine erfolgreiche und verletzungsfreie Spielzeit mit möglichst wenig Einschlägen. (Jy)